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Byebye Bewerbungsfrust: 18 Tipps, um dich zu motivieren und neuen Mut zu fassen [Mit kostenlosem Download]

30.10.2020 | Allgemein, Bewerbung, Unverblümt | 0 Kommentare

Kurz zusammengefasst

Du tippst dir die Finger wund und steckst in jede deiner Bewerbungen viel Mühe, Herzblut und die Hoffnung auf eine Einladung ins Vorstellungsgespräch. Stattdessen hagelt es nur Absagen. Oder noch schlimmer: Das Unternehmen macht sich nicht einmal die Mühe, eine Absage zu versenden. Ich weiß ganz genau, dass es gerade für Jobsuchende über 50 aktuell wirklich alles andere als einfach ist. Aber ich weiß auch, dass es möglich ist, trotzdem seinen Wunschjob zu bekommen. Damit du wieder frohen Mutes und aufgeladen mit Mut und Zuversicht an deine Jobsuche herangehen kannst, habe ich hier ein paar Ideen für dich!

Gefühle zulassen macht dich stark.

Hätte ich mich nur besser zusammengerissen, dann wäre ich nicht gekündigt worden.“ Oder „Sie werden schon sehen, was sie davon haben, wenn ich weg bin.“

Natürlich bist du wütend über die Kündigung. Du bist enttäuscht, weil es dich als treuen langjährigen Mitarbeiter getroffen hat. Du wirst von Selbstzweifeln geplagt, was du hättest besser machen können, und bist unsicher, ob du wieder eine neue Stelle findest. Vielleicht bist du auch erleichtert, weil es dir schon lange nicht mehr gut ging mit deiner Aufgabe oder mit deinen Vorgesetzten und jetzt das ersehnte Ende gekommen ist. Oder du siehst es als Wink des Schicksals, endlich deine Träume zu verwirklichen.

Eine Gefühls-Achterbahn auf dem Weg vom alten zum neuen Job ist völlig normal und sogar wichtig. Damit du mit den Altlasten abschließen: Versuche zu analysieren, warum das Ende eingetreten ist. Meist gibt es logische Gründe. Wenn du verstehst, warum es so weit gekommen ist, kannst du es nachvollziehen und akzeptieren. Danach hast du den Kopf frei, um dich auf einen Neuanfang zu freuen und dich mit voller Energie in die Jobsuche zu stürzen.

Bring dich auf „Bewerbungstouren“.

Wenn es jetzt aktuell nicht geht, dann geht es eben nicht. Ich verrate dir eins: Wenn du versuchst, auf Teufel komm raus loszulegen, wird das Ergebnis teuflisch schlecht ausfallen. Gönn dir stattdessen eine Pause, um mal raus- und auf andere Gedanken zu kommen.

Ich verordne dir hiermit Urlaub! Ja, du hast richtig gehört! Du darfst dir jetzt sofort ohne schlechtes Gewissen eine Auszeit gönnen. Entscheide selbst, ob es die große Seychellen-Reise sein muss oder vielleicht schon eine Wochenwanderung in den Alpen oder ein Wellnesstag in Bad Kötzting ausreicht.

Wichtig: Starte zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Mein Motto hierzu:

Was jetzt nicht funktioniert, ist jetzt nicht dran.

Zelebriere positive Glaubenssätze.

Geh mit Zuversicht an deine Jobsuche heran. Ich weiß, dass es hart ist, gerade wenn es schon eine Weile nicht klappt. Trotzdem: Wenn du dir einredest, dass du es ohnehin nicht schaffen wirst, wird es auch nicht gelingen.

So nicht:

  • „Mit über 50 finde ich nie wieder einen Job.“
  • „Mich will keiner mehr haben.“
  • „Ich kenne mich mit Photoshop nicht aus.“
  • „Was sollen meine Kinder von mir denken?“
  • „Ich bin doch dem kleinen Unternehmen viel zu teuer.“
  • „Ich habe gegenüber jüngeren Mitbewerbern doch sowieso keine Chance.“

Stattdessen:

  • „Meine Kinder sind stolz auf mich, weil ich einen Neustart wage.“
  • „Ich lerne gern Neues und arbeite mich blitzschnell ein.“
  • „Im Team bin ich immer die Vermittlerin, die alle integriert und Konflikte löst.“
  • „Ich bin ein toller Techniker, aber kann nicht schön formulieren. Das ist ok. Dafür hole ich mir Unterstützung.“
  • „Mein Partner hilft mir, auch diese Zeit durchzustehen.“
  • „Ich bin eine Koryphäe in SAP, da macht mir so schnell keiner was vor.“

Marmeladenglas-Übung:

Notiere dir mindestens fünf positive Glaubenssätze auf einen Zettel und leg sie in ein Marmeladenglas (oder eine kleine Schachtel etc.). Hol sie jeden Tag raus und sprich sie laut vor dem Spiegel aus.

Fortgeschrittene Variante:

Teile sie deinen Mitmenschen mit. So oft wie möglich und so lange, bis sie dir in Fleisch und Blut übergehen.

S.O.S. bei akutem Frust:

Immer wenn du einen Durchhänger hast, holst du dein Marmeladenglas mit deinen positiven Sätzen hervor und liest sie durch. Natürlich darfst du den Inhalt auch jederzeit erweitern.

Zwischen „Sollen und „wirklich Wollen“ liegt der Unterschied.

„Wer sein Ziel nicht kennt, kann auch den Weg nicht finden.“

Für mich ist der essenzielle erste Schritt, bevor du dich ins Bewerbungs-Abenteuer stürzt, dass du weißt, was du willst und wie du es bekommen kannst. Ein Fehler, den ich immer wieder bemerke ist, sich einfach auf ähnliche Stellen wie bisher zu bewerben. Oft endet es nach kürzester Zeit wieder in Unzufriedenheit.

Werde dir stattdessen klar, wie dein zukünftiger Job genau aussieht. Wie, mit wem und an welcher Aufgabe arbeitest du zusammen? Arbeitest du im Home-Office oder fährst du jeden Tag 50 km mit dem Zug? Wo bist du bereit, Abstriche zu machen und wo bist du kompromisslos? Vielleicht willst du auch nicht mehr zurück ins Vorzimmer eines cholerischen Chefs, sondern dich als Virtuelle Assistentin selbstständig machen? Oder du suchst dir einen Teilzeitjob „mit Sinn“ und genießt es, dass du jetzt kürzer treten kannst?

Organisiere dich clever.

„Wie toll! Du kannst jetzt ausschlafen!“ Solche Aussagen kommen natürlich von Menschen, die im Job sind. Ihnen ist nicht bewusst, wie hart und belastend es sein kann, am Morgen nicht rauszumüssen. Dabei ist gerade jetzt „Normalität“ besonders wichtig. Steh zur gewohnten Zeit auf, mach deine Morgenroutine, fahr zum Einkaufen und triff dich mit Familie und Freunden.

Pause machen ist auch ein wichtiger Job.

Ich habe ein Muster für einen gelungenen Wochenplan für dich erstellt. Lade die Vorlage direkt hier herunter und nutze sie für deine Planungen:

Kostenloser Erfolgsplan

Passend zu meinen Motivations-Tipps kannst du dir hier kostenlos den Vordruck „Mein Erfolgsplan“ samt Beispiel downloaden. Der Plan hilft dir, dich clever zu organisieren und deine Wohlfühl-Routine zu entwickeln.

Tue dein Bestmögliches.

Wenn du weißt, wohin es gehen soll, erstelle deine Bewerbung. Damit meine ich nicht nur irgendeine Bewerbung, sondern eine sensationelle Bewerbung. Eine, die deine Qualifikation hervorragend herausstellt und die zu dir und zur Stelle passt. Du solltest dich zu 100% mit ihr wohlfühlen. Frag dich auch, ob dein Foto aktuell ist und welche Zeugnisse du beifügen solltest.

Damit deine Bewerbung das erfüllt, recherchiere gründlich das Unternehmen und die Stelle. Welche deiner Qualitäten braucht der neue Arbeitgeber? Warum bist du der perfekte Kandidat? Ich empfehle dir dafür eine Liste mit deinen Vorteilen zu erstellen.

Mein Angebot: Wenn du unsicher bist, ob deine Bewerbung wirklich sensationell ist und wie sie auf den Personaler wirkt, sende sie mir gerne zu. Ich werfe für dich kostenfrei und unverbindlich einen ersten Blick drauf.

Etabliere gesunde Gewohnheiten.

Mal ehrlich: Wie oft hat es im Arbeitsalltag mal wieder nur für ein belegtes Brötchen vom Bäcker gereicht? Nutze die „gewonnene“ Zeit für Dinge, die deinem Körper und deinem Geist guttun. Wie wäre es mit einem täglichen Spaziergang? Auf dem Rückweg schlenderst du über den Wochenmarkt und kaufst saisonales und regionales Gemüse, aus dem du dir im Anschluss eine gesunde Mahlzeit zauberst. Vielleicht pinnt schon lange ein Massagegutschein an deinem Kühlschrank, der endlich eingelöst werden will? Manche schwören auch auf Yoga nach dem Aufstehen als perfekten Start in den Tag (ich nicht, mir ist ein leckeres Frühstück lieber 😉).

Belohne dich ohne schlechtes Gewissen.

Überleg dir kleine Belohnungen für Etappenziele. Beispielsweise wartet ein schickes Abendessen bei deinem Lieblingsitaliener auf dich, wenn du deinen Wochenplan durchgezogen hast. Oder du gönnst dir einen Shoppingbummel an einem Mittwoch, wenn es in der Stadt schön ruhig ist. Nach einem „erfolgreichen“ Monat darf auch eine größere Belohnung drin sein, wie eine Reise oder ein neues Fahrrad. In meinem Muster-Plan kannst du dir Inspiration holen.

Raus aus der Bude!

Den ganzen Tag im Schlafanzug mit zugezogenen Vorhängen in den eigenen vier Wänden hocken und Essen beim Lieferdienst bestellen? Das Schlechteste was du tun kannst, ist dich zu isolieren und dich zu bemitleiden. Bitte, bitte igle dich nicht ein! Geh deinen üblichen Alltagsaktivitäten wie vor deiner Arbeitslosigkeit nach.

Triff alte Freunde.

Wer hat sie nicht? Freunde oder Bekannte, bei welchen er sich schon längst mal wieder gemeldet haben wollte. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, es in die Tat umzusetzen. Du wirst sehen, dass dich die Wiedersehensfreude positiv beflügeln wird (auch wenn es nur auf ein Telefonat oder einen Videounterhaltung hinausläuft).

Gönn deinem Gehirn „Sport“.

Mit einer Schulung oder Weiterbildung füllst du den Tag mehr als sinnvoll. Überleg dir, was dich interessiert und was du idealerweise auch im Job einsetzen kannst. Es muss nicht gleich ein jahrelanges Fernstudium sein. Vielleicht bietet deine VHS einen Englisch-Wochenendkurs an? Gerade jetzt gibt es so viele tolle Onlinekurs-Angebote wie nie zuvor. Viele davon sogar kostenfrei. Die neu erworbene Qualifikation kannst du natürlich auch perfekt in deine Bewerbung integrieren. Du hast außerdem eine ideale Antwort auf die Frage parat, was du so in deiner Arbeitslosigkeit getrieben hättest.

Tue etwas Gutes und engagiere dich.

Nur weil du arbeitslos bist, heißt es ja nicht, dass du untätig herumsitzen musst. Es gibt so viele Aufgaben und Einrichtungen, die da draußen auf dich warten. Altenheime, die Betreuungspersonen suchen, Obdachlosenheime, die Essensausgeber brauchen, Vereine, die „Schreiber“ benötigen, Krabbelgruppen, politische Vereine, Stiftungen… Du findest sicherlich etwas, wofür du dich einsetzen willst und deine Erfahrung, dein Organisationstalent, deine Empathie und Motivation einbringen kannst.

Probiere ein neues Hobby.

Wolltest du schon immer den Motorradführerschein machen, hattest aber nie die Zeit dazu?

Etwas Neues zu lernen und zu bewegen bringt dich auf neue Gedanken, macht dich geistig fit und du hast das Gefühl, „etwas geschafft zu haben“. Ganz egal, ob du Arbeitsrecht büffelst, Gitarre spielen lernst oder dich in der Flüchtlingshilfe engagierst.

Mit etwas Glück knüpfst du auch neue Bekanntschaften. Und wer weiß, vielleicht ist dein Mitprüfling in der Fahrprüfung dein zukünftiger Kollege?

Schmiede Pläne für „danach“.

Was möchtest du tun, wenn du deinen Job bekommen hast? Welche Highlights warten auf dich? Worauf freust du dich ganz besonders? Träumst du vielleicht schon länger davon, eine Schlittenfahrt mit Hunden zu machen, mit deinem Enkel nach London zu fliegen oder deinen Garten umzugestalten? Versuche dir dein Highlight für danach mit allen Details auszumalen und etwas darin zu schwelgen. Allein die Vorstellung wird dich schon beflügeln.

Beseitige Altlasten.

Seit Ewigkeiten nehme ich mir schon vor, den Deko-Teil im Keller auszumisten. Seit Ewigkeiten fühle ich mich schlecht, dass ich das nicht erledige, kann mich aber aus irgendeinem unbekannten Grund nicht dazu motivieren. Wahrscheinlich hast auch du diesen „Deko-Keller“. Vielleicht ist es jetzt eine gute Zeit, um deinen Schweinehund zu überwinden und diese Baustelle anzugreifen. Danach wirst du stolz auf dich sein, dass du es geschafft hast, und diese Energie wird dich auch für die Baustelle „Bewerbungen“ beflügeln.

Umgib dich mit positiven Menschen.

Du hast sicher diese Art von Menschen in deiner Familie oder im Freundeskreis, die dir einfach guttun. Menschen, mit welchen du gerne Zeit verbringst und die dir Energie zurückgeben (anstatt sie dir auszusaugen) und die dich positiv aufladen. Genau jetzt solltest du möglichst viel Zeit mit Ihnen verbringen.

Kinder und Tiere.

Umgib dich mit Kindern und Tieren. Ja, kleine Babykätzchen haben eine ähnlich positive Wirkung auf unsere Stimmung wie neugeborene Babys. Vielleicht freut sich deine alleinerziehende Nachbarin, wenn du ihr den 5-Jährigen für einen Wald-Spaziergang abnimmst? Oder vielleicht sucht dein örtliches Tierheim schon lange Jemanden, der regelmäßig Gassi geht? Ein eigener Hund ist selbstverständlich eine hervorragende Möglichkeit, die jedoch vorher gut durchdacht werden sollte. Wie kannst du die Betreuung deines tierischen Gefährten sicherstellen, wenn du wieder in Lohn und Brot bist?

Gruppen-Power: Tausch dich mit Gleichgesinnten aus.

Nein, du bist nicht allein. Oft hilft schon dieses Wissen. Noch besser ist es, sich mit Menschen, die in der gleichen Situation stecken oder die in dieser gesteckt haben und sie erfolgreich gemeistert haben, auszutauschen.

Klar kannst du alles alleine. Aber willst du das?

Diese Menschen findest du beispielsweise auch in meiner kostenfreien Community. Komm direkt in meine Jobgruppe auf LinkedIn oder Jobgruppe auf Facebook. Du bist herzlich eingeladen!

Lass uns in Verbindung bleiben!

Schreib mir gerne einen Kommentar oder komm in meine Gruppe „Jobglück mit 50+“.

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