Besprechung, Vortrag

Pinke Rhetorikwelt: Jeannines beste Kommunikationstipps für den Job

14.10.2020 | Experten, Karriere, Unverblümt | 0 Kommentare

Kurz zusammengefasst

Häufig höre ich von meinen Kunden, dass sie sich schwer tun, die richtigen Worte im Berufsalltag zu finden. Gerade Reden vor Gruppen oder Bewerbungsgespräche, also außerordentliche Auftritte fernab des Tagesgeschäfts, bringen einige von uns ins Schwitzen. Aber gelungene und überzeugende Kommunikation muss nicht schwer sein. Ganz im Gegenteil: Sie darf sich leicht anfühlen.

Wie du deinen eigenen Weg findest, zeigt uns heute Kommunikationsexpertin und Moderatorin Jeannine Tieling höchstpersönlich! Jeannines Berufung ist es, Menschen in ihre ureigene Großartigkeit zu führen. Sie will, dass sie sich trauen, so zu sein und sich so zu zeigen, wie sie sind.

Denn jeder von uns hat so viel zu geben und zu sagen – auf seine Weise. Also: Let’s rock!

Im Beratricks-Talk: Jeannine enthüllt ihre Profi-Tipps für eine angenehme Wirkung und wie du selbst deinen eigenen Wohlfühl-Kommunikationsstil finden kannst

 

Was macht eine gelungene Rhetorik aus?

Da mögen die verschiedenen Fachleute sicherlich unterschiedliche Antworten geben. Auch dahingehend, was überhaupt unter dem Begriff Rhetorik zu verstehen ist. Ich verwende ihn in der Regel nur noch sehr selten. Mir ist wichtig, dass die Menschen sich in ihren beruflichen Rede- und Gesprächssituationen, zu denen beispielsweise Vorstellungsgespräche, Meetings oder Vorträge und Präsentationen gehören, wohlfühlen und von Innen heraus die Kraft ihrer Stimme, Sprache und Körpersprache nutzen. Nur dann kann Rhetorik wirklich gelingen: Wenn Du es selber fühlst und Dir nicht irgendwelche Kommunikationstechniken überstülpst. Dazu gehören Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein und genauso volle Präsenz in Stimme, Sprache und Körpersprache und das Bewusstsein, diese für den überzeugenden Auftritt förderlich einzusetzen.

Kann man das lernen oder muss man ein Naturtalent sein?

Selbstverständlich kannst Du das lernen. Sicher gibt es Menschen, denen fällt manches von Haus aus leichter. Doch ich hatte noch keinen Seminarteilnehmer oder Klienten im Coaching, der da völlig resistent war. Doch im Ernst: Jeder [auch ich selbst ;-)] kann stetig dazulernen und sein Kommunikationsverhalten verbessern. Oft kann man schon durch kleine Kniffe und Tricks eine große Veränderung bewirken.

Wie kann ich meine Aussagen strukturieren, z. B. im Meeting oder im Vorstellungsgespräch?

Da gibt es verschiedene Herangehensweisen. Ich lehre meinen Seminarteilnehmern sehr gerne das sogenannte „MISLA-Modell“, welches auf Richard Wittsack zurückgeht und das ich einst im Studium gelernt habe. Seitdem bin ich davon begeistert. Diesen Fünfschritt kannst Du zu Hilfe nehmen, wenn Du Dein Gegenüber von etwas überzeugen möchtest. Es ist auf ein kurzes Statement genauso anwendbar wie für eine ganze Präsentation. Die Schritte im Einzelnen:

M steht für Motivation – hier catchst Du die Aufmerksamkeit Deiner Zuhörer und weckst ihr Interesse.

I steht für den Ist-Zustand, d. h. wie ist die Situation jetzt, welche Auswirkungen oder Nachteile hat sie zum Beispiel.

Das S beschreibt die Soll-Situation: Wo will Dein Gegenüber hin, wie sieht die schönere neue Situation aus?

Und dann ist L ganz klar die Lösung, welche man braucht, um zum Soll zu kommen.

Mit A schließt Du Deine Aussage oder Deinen Vortrag ab. Es steht für den Appell, die Handlungsaufforderung, den Call to action oder einen anderen kreativen Abschluss.

Gibt es wirkungsvolle Tipps, um mein Gegenüber von mir einzumehmen (ohne dass er es merkt)?

Ist die Frage, was Du unter „von mir einnehmen“ verstehst. Ich persönlich halte nichts von Strategien, die in eine manipulative Richtung gehen. Ich bin für Transparenz und ein wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe. Doch wenn Du jemanden überzeugen willst, ohne dass er das Gefühl hat, dass Du ihn zum Beispiel überredest oder überrumpelst, dann kann das zum einen mit einer gewissen Struktur Deines Inhalts gelingen. Zum anderen mag es auf Deine Gesprächsführung ankommen, wie beispielsweise auf das Fragen stellen (Wer fragt, führt), das aktive Zuhören, das Begründen von Fragen oder Aussagen. Und natürlich kommt es auf einen souveränen Stimmklang, eine deutliche und klare Sprechweise und eine überzeugende Körpersprache an. Doch all das darf auch ganz natürlich passieren, wenn man es einmal verinnerlicht hat. Dann muss ich mir ganz nicht vornehmen, heute unbedingt mein Gegenüber einnehmen zu wollen.

Gibt es eine Anleitung, um sich auf eine wichtige Rede vorzubereiten?

Das Allerwichtigste ist Dein Ziel. Was willst Du mit Deiner Rede, Deinen Statement, Deinem Auftritt bewirken? Wenn Du das für Dich geklärt hast, schaust Du Dir an, wer in der konkreten Situation Dein Gegenüber, also Deine Zielgruppe ist. Daraufhin überlegst Du Dir: Was braucht mein Gegenüber, damit ich mein Ziel erreiche? Welche Argumente, welche Aspekte meines Inhalts (nicht alles ist für jedes Publikum relevant!), welche Fragen oder Interaktionsmöglichkeiten, welche Struktur, Visualisierung, Wortwahl oder Sprache zum Beispiel sollte ich beim betreffenden Publikum bzw. Gegenüber einsetzen.

Hilfe, ich klinge kratzbürstig! Kann ich meine Stimme „angenehmer“ machen?

Ja, kannst Du definitiv! Das heißt, in den meisten Fällen ist das möglich. Der Stimmklang ist ein ganz wesentliches Merkmal des überzeugenden Auftritts und des eigenen Wohlbefindens. Viele Menschen sprechen nicht in ihrer persönlichen optimalen Sprechstimmlage, in der man selbst mit der geringsten Anstrengung spricht und die sich für die Zuhörer am angenehmsten anhört. Diese Stimmlage kann man herausfinden und sich antrainieren. Die Stimme wird unter anderem beeinflusst von Körperhaltung, Körperspannung, Bewegung, Atmung, Sprechtempo und Artikulation. Viele Faktoren spielen da zusammen. Ein sehr spannendes Feld und es kann wirklich Spaß machen, wenn man mal damit anfängt, sich hier selber zu erforschen und sein Potenzial zu entdecken.

Ich werde „überhört“, obwohl der Inhalt meiner Botschaft gut ist. Was kann ich tun?

Dass das überhaupt passiert, dass Du als Experte in Deinem Fachbereich sprichst und nicht wahrgenommen wirst oder es schwer fällt, Dir zuzuhören, liegt meist am eher unscheinbaren Auftritt. An der mangelnden Performance, die der betreffenden Person oft gar nicht bewusst ist. Weil es ihr noch nie jemand gesagt hat. Weil ihr noch nie jemand gezeigt hat, wie sie mehr aus sich herausholen kann. Und zwar so, dass die Person selbst viel mehr Freude bei ihrem Auftritt und mit ihrer Kommunikation hat, echt und authentisch bleibt und sie gleichzeitig viel charismatischer und überzeugender wirkt. Ausschlaggebend ist hier die Präsenz in der Stimme, in der Sprechweise und in der Körpersprache – also die gesamte nonverbale Kommunikation. Hier helfen viele kleine und schnell umsetzbare Tricks, die eine enorme positive Wirkung haben. Wesentlich dafür, dass Du gehört wirst, sind beispielsweise die Lautstärke, das Sprechtempo, wie abwechslungsreich und deutlich Du sprichst, Kraft und Volumen Deiner Stimme, klare Mimik und Gestik, sowie Blickkontakt und bewusster, natürlicher Körpereinsatz.

Was kann ich sofort heute umsetzen?

Haha, das kommt ganz darauf an, wozu! 😉 Wenn Du Argumente, Statements oder einen Vortrag vorbereiten willst, kannst Du Dich gleich er zuvor genannten Herangehensweise bedienen und damit ganz praktisch in die Umsetzung gehen. Wenn Du an Deiner Stimme, Sprechweise und Körpersprache arbeiten möchtest, ist es erst einmal wichtig, ein Gefühl und Bewusstsein für den aktuellen Stand zu bekommen. Dazu kannst Du gleich heute anfangen, Dich selbst zu beobachten, Dir genauer zuzuhören oder Dir auch von vertrauten Menschen Feedback geben zu lassen. Natürlich kannst Du Dir dieses auch vom Fachmann bzw. der Fachfrau holen. 😉

Mein Fazit

Gelungene Kommunikation macht den Unterschied! Gerade im Vorstellungsgespräch ist es enorm wichtig, sich von seiner Schokoladenseite zu zeigen. Deswegen üben wir gemeinsam vorher deine perfekte Selbstpräsentation und wie du auch knifflige Fragen souverän beantworten kannst. Wenn du tiefer einsteigen willst und intensiv an deiner Stimme und Gesamtwirkung feilen willst, empfehle ich dir aus vollem Herzen ein Rhetorik-Date mit Jeannine zu buchen.

Portrait Jeannine Tieling

Jeannine Tieling

Jeannine ist Expertin für den perfekten Auftritt und Inhaberin von „medialot“. Sie führt kleinere Unternehmen und Solo-Selbstständige durch Seminare, Einzel- und Gruppentrainings sowie Beratung und Coaching in den Bereichen Rhetorik, Auftritt & Wirkung, PR, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Social Media sicher durch den Kommunikationsdschungel.

„Pink“ ist übrigens nicht nur ihre Haarfarbe (siehe Bild oberhalb), sondern auch ihre Lebenseinstellung.

Wenn du mehr über Jeannine erfahren und mit ihr gemeinsam die Bühnen rocken willst, findest du hier mehr Infos. Wenn du nie wieder einen ihrer Rhetorik-Tipps verpassen willst, abonniere hier ihren Youtube-Kanal.

*Foto: Jeannine Tieling, Fotograf: Stefan Hanke

Lass uns in Verbindung bleiben!

Schreibe mir gerne einen Kommentar oder besuche mich auf meinen Social Media Auftritten!

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

drei × eins =

Mehr aus dem Beratricks-Blog:

Nerv getroffen?

Dann lass mir gerne einen Kommentar mit deiner Meinung da oder mach einen Termin aus!

Xing

LinkedIn

Facebook

Willst du informiert bleiben?

Dann melde dich einfach zu meinen Jobglück-Impulsen an. Hier sende ich dir Tipps, Tricks und aktuelle Infos rund um die Themen Bewerbung, Karriere und Job zu. Natürlich kostenlos!

Wunderbar! Bitte bestätige den Link in der E-Mail, die ich dir gerade zugesandt habe.